Viele von Euch haben im laufe ihres Lebens geliebte Tiergefährten oder auch Menschen verloren. Dies ist häufig ein schmerzhafter Prozess, besonders wenn er plötzlich oder durch schwere Krankheit hervorgerufen wurde. Immer wieder werde ich darum gebeten, mit verstorbenen Tieren Kontakt aufzunehmen. Dies ist möglich - denn auch mit den Tieren, die sich noch in ihrem Körper befinden, ist es die Seele, mit der wir in Verbindung treten.

In der Regel sind sie sich der Verbindung mit "ihren" Menschen voll bewusst. Viele beschützen noch immer ihr altes Heim - oder sie senden neue Tiergefährten, die dann ihr Leben bei den Personen verbringen, die zurückblieben. Sie schätzen es, wenn wir wohlwollend und dankbar an die Zeit mit ihnen zurückdenken, ihnen liebevolle Gedanken und Wünsche senden und so auf gesunde Weise ihr Andenken bewahren. Auch sind sie dankbar, wenn ihre Menschen Hilfe bekommen, sie loslassen zu können.

Häufig fragen sich Menschen, die ein geliebtes Tier verloren haben, noch lange nach seinem Tod, ob sie alles richtig gemacht haben. Starke Schuldgefühle auf Seiten des Menschen können es dem Tier sehr erschweren, Abschied zu nehmen und sich voll auf das nichtkörperliche Dasein einzulassen. In diesem Fall ist es sinnvoll, durch ein Gespräch offene und vielleicht quälende Fragen mit dem Tier zu klären. Ich möchte aber davon abraten, eine vor vier Jahren verstorbene Katze heute zu fragen, warum sie immer den Briefträger angefaucht hat und vielleicht keine Milch mochte. Es bedeutet für unsere Tiere durchaus eine gewisse Anstrengung, derartige Fragen zu beantworten, denn dafür müssen sie sozusagen gedanklich für einen Moment in ihren Körper zurückkehren.