Die Sprache der Telepathie wiederentdecken

Interview mit Christine und Hündindurchgeführt 2003 für das bekannte Internetportal www.tierkommunikations.net von Birgit Brunner und Sylvia Schwab

 

Christine Tetau ist eine bekannte und beliebte Lehrerin für Tierkommunikation. In unzähligen Beratungen hat sie vielen Menschen und Tieren geholfen zu einem besseren Verständnis und einem schönerem Miteinander zu finden. Darüber hinaus, bildet sie interessierte Menschen in Basiskursen und tierfergehenden Aufbaukursen zu TierkommunikatorInnen aus.

 

Exklusiv für Tierkommunikations.net, hat uns Christine Tetau, gemeinsam mit ihrer Hündin und Begleiterin Phoebe, dankenswerter Weise umfangreiche Interviewfragen beantwortet.


Christine, wie bist du selbst zur Tierkommunikation gekommen und was ist dein ganz persönliches Anliegen in /mit dieser Arbeit?


Ich habe mein Leben lang wie viele andere unbewusst mit Tieren telepathisch kommuniziert. Auch mit Menschen hatte ich komische Erlebnisse - da rief plötzlich jemand an, an den ich gerade gedacht habe oder ich habe in der selben Nacht das gleiche geträumt wie jemand anderes, der mir nahestand... Ich habe diese Dinge immer auf mein Einfühlungsvermögen zurückgeführt, sie waren Teil meines Lebens, blieben aber eher im Hintergrund.

 

Dies änderte sich schlagartig in einer Nacht im Mai 1999. Meine Seelengefährtin und Lehrerin, meine Araber-Mix Stute Sheila war tragend und ich hatte nachts um drei plötzlich das Gefühl, zu ihr zu müssen. Ich hinterfragte das nicht großartig, sondern schnappte meinen damaligen Freund und fuhr zu ihr. Als wir am Stall ankamen, lag Sheila in der Box und das Fohlen war bereits zu sehen. Sie lag allerdings so nah an der Wand, dass es nicht herauskam, ganz gleich, was sie tat. Das Fohlen stieß gegen die Wand. Sheila war bereits nassgeschwitzt und schien große Schmerzen zu haben. Ich wies meinen Freund an, das Fohlen sanft zu unterstützen und ich nahm die Hinterbeine meiner Stute und zog sie von der Wand weg. Fragt mich nicht wie - mein Pferd wiegt 400 kg! Mann entwickelt in Extremsituationen wohl extreme Kräfte. Kurz: Fohlen und Mutter waren nach langer Zeit endlich wohl auf, und als der kleine Hengst, Findus, nach fast drei Stunden endlich stehen und trinken konnte, war ich der glücklichste Mensch der Welt. Ich setzte mich ins Stroh und Findus legte sich zu mir. Ich sah ihn an und meine Sheila - und beschloss, darüber nachzudenken, was hier heute Nacht passiert war. Dieses Erlebnis konnte ich nicht mehr als Zufall einstufen.

 

Von da an öffnete ich mich endgültig für das Thema Telepathie und als ich von Penelope Smith hörte, stand für mich fest, dass ich ihre Kurse besuchen muss. Als ich diese Entscheidung getroffen hatte, hörte ich die deutlichste Stimme in meinem Kopf, die ich je gehört hatte (bis heute): "Dies wird dein Leben komplett verändern. Es wird dein Leben sein."

 

Diese Stimme, heute weiß ich, sie ist Teil des universellen Bewusstseins, hatte recht. Penelope Smith aus Californien hat diese unglaubliche Pionierarbeit geleistet, um die Kommunikation zwischen den Spezies zu verbessern und so Frieden, Liebe und Harmonie zu verbreiten. Ich fühle mich geehrt und bin dankbar, daran teizuhaben. Mein Wunsch ist es, das Bewußtsein der Menschen zu wecken für alles Wunderbare, das das Leben, egal ob auf Erden oder in anderen Dimensionen, zu bieten hat. Und wenn ich dabei Menschen helfen kann, sich mehr als Teil des Lebens wahrzunehmen, bin ich genauso glücklich, wie wenn meine Arbeit einem Pferd mehr Weidegang beschert.

 

Was sind die häufigsten Anliegen, mit denen Menschen bei dir eine Tierkommunikations-Sitzung buchen?

 

An erster Stelle sind wohl unerwünschte Verhaltensweisen wie Bellen, Unsauberkeit, oder einfach "Ungehorsam". Viele Menschen befragen ihre Tiere aber auch nach Ängsten und Krankheiten, ihren Wünschen und Abneigungen. Wichtig ist, dass einem solchen Gespräch den Wunsch nach Veränderung zugrunde liegt.

 

Wie gehst du vor, wenn du eine TK- Sitzung führst?

 

Ich rufe zum vereinbarten Termin an. Es genügt, wenn die menschliche Bezugsperson mir das Tier optisch beschreibt, ich freue mich aber auch über Photos. Dann brauche ich Namen, Alter und die Information, wie lange das Tier schon dort lebt. Danach können die Fragen gestellt werden, deren Antworten ich dann sozusagen simultan übersetze.


Gibt es für dich einen Unterschied in der Kommunikation mit lebenden oder bereits verstorbenen Tieren? Wenn ja, wie erlebst du die Unterschiede und wie gehst du damit um?

 

Der Hauptunterschied besteht vor allem in den Fragen der dazugehörigen Menschen. Gespräche mit verstorbenen Tieren sind meist noch emotionaler als die mit lebenden. In der Regel spielt es aber keine Rolle, in welcher Dimension mit den Tieren Kontakt aufgenommen wird.

 

Führst du auch Gespräche mit Wildtieren und welche Unterschiede gibt es da zu Haustieren?


Ich freue mich sehr über Gespräche mit Wildtieren, aber ich habe keine Unterschiede zu "Haustieren" festgestellt. Sie kommunizieren genau wie jedes andere Tier auch. Allerdings sind auch hier natürlich die Fragen andere - ein Hirsch braucht sich nicht damit zu befassen, ob er zu laut ist oder das Sofa anknabbert :-). Wildtiere leben ein anderes Leben und ich habe oft erlebt, dass viele von ihnen mit den komplizierten Denkstrukturen der Menschen nicht so vertraut sind, wie die Tiere, die sich für ein Leben mit uns entschieden haben.

 

Gibt es eine Botschaft der Wildtiere an uns Menschen?

 

Viele!

 

Mir sagte einmal ein Delphin: "Es ist das Zeitalter der Liebe und der Einheit angebrochen. Ihr Menschen könnt voller Vertrauen sein, wir führen Euch hinein." Ein überfahrener Fuchs sagte einmal zu mir: "Seid nicht traurig über den Verlust des Körpers. Ehrt das Leben und bettet die Körper in Mutter Erde, und ihr seid eins mit dem Leben, mit Gott und mit euch selbst."

Eine Libelle teilte mir vor kurzem mit: "Tanzt wieder, singt und betet! Wo ist eure Fröhlichkeit? Seht ihr´s denn nicht? Das Leben? Die Liebe? Die Schönheit? Ich sehe es! Öffnet nur eure Augen, ihr könnt es sehen. Ihr müsst es nur wollen!"

 

Wunderschön...was waren deine persönlich berührensten Erlebnisse, Momente in der Kommunikation mit Tieren?


Auch da gibt es viele... Es ist immer besonders bewegend, wenn Tiere Abschied nehmen und die Möglichkeit bekommen, das Wann und Wie zu bestimmen und sich noch mitteilen können. Ich habe im Laufe der Zeit das Sterben als schmerzhaften, und doch wunderschönen Teil des Lebens kennengelernt und habe viele Tiere und ihre Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet.

 

Am Fall von einem Berner-Sennen-Hund, deren Menschenfreundin mich rief, weil er zu sterben drohte, sieht man die starke Verbindung von Mensch und Tier: Der Hund war schwer herzkrank und verweigerte alle Medikamente. Er sagte mir, er wolle gehen, könne aber nicht, weil sein Frauchen ihn nicht losließ. Er sagte mir, er müsse aber dringend fort, um die Traurigkeit, die im Haus ist, zu befreien. Er bat mich, seiner Menschenfreundin (die mich eigentlich gerufen hatte, damit ich ihrem Hund vermittle, seine Medizin zu nehmen) beim Loslassen zu helfen. Ich tat dies durch ein langes, sehr emotionales Gespräch, in dem ich der Frau half, sich von ihrer riesigen Angst vor dem Tod zu lösen. Später bat ich die Engel um die beste Lösung für alle Beteiligten und verließ das Haus. Eine Woche später bekam ich einen Anruf von der Frau - einen Tag nach meinem Besuch war der Hund friedlich eingeschlafen. Zwei Tage später starb ihre Mutter, die seit 10 Jahren von ihr im Haus gepflegt wurde, aber durch schwere Krankheit bettlägerig und seit Jahren nicht ansprechbar war. Ich hatte davon nichts gewusst. Die Frau war natürlich traurig, fühlte sich aber unendlich erleichtert - trotz der schmerzlichen Verlustes. Ihre Mutter und ihr Hund dankten ihr und mir für das Geschenk der Freiheit. Dieser Fall war schon besonders berührend. Und es zeigt, wie eng wir doch miteinander verbunden sind.

 

Kann aus deiner Sicht jeder Mensch die Kommunikation mit Tieren lernen, was ist dabei zu beachten?

 

Jeder und jede kann die telepathische Kommunikation mit Tieren erlernen, davon bin ich überzeugt. Voraussetzung hierfür ist als erstes, dass wir anfangen, Tiere als ebenbürtig anzusehen und uns ihnen mit Respekt und Freundlichkeit nähern. Dennoch lernen Menschen in unterschiedlichen Tempi. Bei manchen dauert es eben länger - und meiner Meinung nach ist auch nicht jede/r dazu geeignet, Tierkommunikation zum Beruf zu machen. Aber die Fähigkeit, telepathisch zu kommunizieren, ist jedem Lebewesen angeboren. Meiner Erfahrung nach haben es allerdings die Menschen am leichtesten, die bereit sind, sich von alten Vorstellungen und Pauschalurteilen zu lösen. In Gesprächen mit Tieren und allem, was ist, gibt es nichts, was es nicht gibt!

 

Wie kann ich unterscheiden, ob die Informationen, die ich von dem Tier empfange tatsächlich von ihm stammen oder nicht bloß meine eigene Phantasie sind?

 

Meine Antwort für Einsteiger ist: Sucht euch Menschen, mit deren Tieren ihr kommunizieren dürft und fragt das Tier nach objektivierbaren Informationen. Wenn Euch Der Hund der Nachbarin im Gespräch von seiner roten Couch berichtet, könnt ihr anschließend nachfragen, ob sie wirklich existiert. Wie bei so vielen Dingen kommt es auch auf die Übung an. Telepathie ist wie eine verlorene Sprache. Wie viele von euch hatten Französischunterricht in der Schule und könnten heute noch fließend sprechen? Aber hält man sich eine Weile in Frankreich auf, kehrt die Erinnerung an die Sprache langsam zurück und es wird ganz leicht, sie zu sprechen. Also, geht nach Frankreich! ;-) Und achtet darauf, wie es sich anfühlt, mit Tieren zu sprechen. Achtet auf euer Gefühl, wenn ihr eine klare Kommunikation habt. Sie fühlt sich anders an als eine Projektion. Aber es braucht oft einige Zeit und Übung, bis man diese feinen Unterschiede zwischen Projizieren und Empfangen sicher wahrnehmen kann.

 

Wie gehst du damit um, wenn ein Tier stark traumatisiert ist......kannst du mit diesen Tieren dann auch in therapeutischer, psychologischer Hinsicht arbeiten oder bleibt die Arbeit bei einem "dolmetschen" einem übersetzen für die Menschen-PartnerInnen des Tieres?

 

Es kommt darauf an. Viele Traumata lassen sich mildern oder sogar ganz auflösen, wenn das Tier die Chance bekommt, sich darüber mitzuteilen. Ich erlebe dann sozusagen die Situation mit dem Tier gemeinsam noch einmal, begleite es aber und stehe ihm dabei zur Seite. Der wichtige Teil hierbei ist, dem Tier zu vermitteln, dass ich seine Gefühle, seine Angst oder seine Schmerzen verstehen und mitfühlen kann. Wichtig: Ich leide nicht mit, sondern sehe das Erlebte nur durch die Augen des Tieres. Ein solches Gespräch ergänze ich oft durch Energiearbeit aus der Ferne.

 

In manchen Fällen habe ich das Gefühl (oder das Tier vermittelt es mir), dass das Tier auch auf körperlicher Ebene Hilfe braucht. Dann verweise ich an TTOUCH und TTEAM-Practitioner nach Linda Tellington Jones, die fast überall vertreten sind und wunderbare Arbeit leisten, besonders wenn es um Ängste geht. Auch der Gang zu Heilpraktikern und Tierärzten lässt sich manchmal nicht vermeiden, denn ein Schock kann sich auch in körperlichen Problemen manifestieren. Ich kenne da ganz klar meine Grenzen. Ich habe ein gutes Naturheilkundliches Grundwissen, das voll und ganz für kleine Tips und Ratschläge ausreicht, aber wenn der Fall komplizierter ist, gehört er in die Hände von qualifizierten, erfahrenen Fachleuten.

 

In deinen Kursen arbeitest du gemeinsam mit deiner Hündin Phoebe, wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und wie erlebst du diese Zusammenarbeit?

 

Ja, meine Phoebe (ausgesprochen wird sie übrigens "Fibi")... Sie ist nun seit zwei Jahren in Hundegestalt bei mir. Sie ist mit der Absicht zu mir gekommen, mit mir gemeinsam Kurse zu geben. Schon lange vor meinem ersten Kurs und lange vor ihrer Geburt schickte sie mir Bilder von einer Gruppe Menschen, die im Kreis sitzen - eine von denen war ich und sie saß zu meinen Füßen. Ich wollte ursprünglich erst viel später einen Hund haben - doch Phoebe hatte andere Pläne: "Aber du brauchst mich doch jetzt!" Sie hatte ja so recht. Ich wohnte damals in Kiel und hatte meine geliebte Farbratte Lilly gerade verloren. Sie hatte mich nachts gerufen, um auf meinem Arm zu sterben, und rief mir beim Verlassen ihres Körper zu: "Sei nicht traurig! Ich komme ganz bald wieder!!" Ein halbes Jahr später teilte sie mir im Traum mit, dass sie wieder im Körper wäre. Sie sei ganz in der Nähe und erwartete mich. Ich schlug am Morgen die Zeitung auf und las eine Anzeige, in der Münsterländer-Mischlingswelpen abzugeben waren. Ich wusste, das ist sie. Ich fragte sie, wie ich sie erkennen sollte und sie sagte mir, sie sei die kleinste, die hellste und das einzige Mädchen. Beim Hof angekommen, traf ich auf sechs recht große, fast ganz schwarze Rüden und glaubte schon, falsch zu sein, als um die Ecke eine kleine, schwarz-weiße Hündin gelaufen kam, mich ansprang, küsste und eigentlich schon im Auto saß, bevor ich auch nur den Impfpass in der Hand hatte. Ich nannte sie Phoebe, weil ich den Klang mag und er in etwa soviel wie "die hell Leuchtende" bedeutet.

 

Tatsächlich ist sie auf jedem Kurs dabei, wenngleich selten in Person, da ich drei Viertel meiner Kurse weit entfernt von Zuhause gebe. In der Regel lasse ich die TeilnehmerInnen als erstes mit Phoebe kommunizieren, erstens, weil ich weiß, dass sie es liebt und zweitens, weil sie es ihnen sehr leicht macht. Sie sorgt dafür, dass jede/r etwas von ihr bekommt. Sie hilft mir sehr. Sie ist Weisheit und Albernheit, Heilerin und Lehrerin in einem - und sie ist es auf so humorvolle, nachhaltige Art.

 

An Phoebe gerichtet: Liebe Phoebe, du arbeitest mit Christine gemeinsam im Unterrichten der Tierkommunikation, magst du uns und unseren LeserInnen erzählen, wie du diese Arbeit empfindest und was dir daran wichtig ist?

 

Der Spaß! Wenn ich komme, wird´s lustig! Ich helfe Tine und fülle den Raum zwischen den Worten. Ich weiß, dass ich Türen öffnen kann zu allen Menschen - und es geht um nichts als um Liebe. Liebe ist alles, was wichtig ist. Ich kann die Botschaft sehr gut verbreiten, weil ich noch schneller bin als ihr Menschen. Ich kann alles von euch fühlen, wenn Ihr mit den Herzen sprecht.

 

An Phoebe: hast du eine Botschaft für Menschen, die an Tierkommunikation interessiert sind?

 

Ihr müsst lernen, im Kopf aufzuräumen. Geht hinaus, tobt, lacht... Und dann übt. Und befreit die Tiere, sie müssen frei sein, wenn ihr wollt, dass sie bei euch bleiben. Befreit die Tiere, dann sind eure Köpfe und euer Geist auch frei. Geht nur dahin, wo ihr hin wollt. Das Leben ist kurz. Und schön! Ich liebe euch alle sehr!

 

Danke liebe Phoebe...Christine, Wie sind die Kurse für das Erlernern der Tierkommunikation aufgebaut und was lernt man/frau darin?

 

Am ersten Tag des Basiskurses machen wir vor allem Übungen, um den Geist ruhig zu bekommen und üben dann das Senden und Empfangen telepathischer Botschaften von Mensch zu Mensch. Dies soll schon einmal einen Eindruck davon vermitteln, wie sich Telepathie und eine gute, klare Verbindung anfühlt. Zudem lernen die TeilnehmerInnen in diesen Trockenübungen ihre eigenen Stärken und Schwächen sowie ihren persönlichen Rhytmus kennen. Am zweiten Tag kommunizieren wir dann direkt mit mitgebrachten oder zu Hause gebliebenen Tieren. Ich möchte gern soviel Übung wie möglich an diesem Tag gewährleisten. Ziel des ganzen Kurses ist es, die verlorene Sprache Telepathie wiederzuentdecken und so den Grundstein zu legen für die Tierkommunikation. Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell manche Menschen lernen. Trotzdem - so ein Kurs kann ganz schön überwältigend sein, weil man möglicherweise einige alte Vorstellungen ablegen muss. Das fällt nicht allen Menschen so leicht. Manchmal braucht es einige Zeit, um das Gelernte zu verarbeiten und dann später anzuwenden.

 

Was ich unglaublich wichtig finde an disesem und weiteren Kursen ist die Tatsache, dass man mit Gleichgesinnten zusammen kommt. Da ist man unter Menschen, die ähnlich fühlen und denken wie man selbst - man lernt so viel voneinander. Und es macht jede Menge Spaß!

 

Wie lange braucht es, bis man Tierkommunikation beruflich ausüben kann?

 

Wie bei fast allen Themen gibt es hier keine allgemeingültige Antwort. Es hängt ab vom eingenen Lerntempo, von den Lebensumständen, von der Fähigkeit, mit Menschen und Tieren umzugehen und von vielen weiteren Faktoren. Ich persönlich hatte eine lange Anlaufzeit, in der ich Kurse besucht habe, die mich jedesmal ein Stück näher zu meinem Ziel gebracht haben. Das Ausbildungssystem bei Penelope Smith ist so aufgebaut, dass dem Basiskurs die Aufbaukurse I, II, III VI und V... folgen. Während meiner Ausbildung ging es mit dem ersten Fall plötzlich sehr schnell los und es folgten viele weitere. Genauso war es mit den Kursen. Das schöne an dieser Arbeit ist, dass sie sich herumspricht und wenn man einen guten Eindruck hinterlässt, wird man weiterempfohlen. Es nimmt dann eine wunderbare Eigendynamik an, die zur Ungeduld neigenden Menschen (zu denen ich mich dazuzähle) Vertrauen lehrt darin, dass alles so kommt, wie es gut ist.

 

Wie gehst du damit um, wenn ein Tier mit dir sprechen möchte, der dazugehörige Mensch das aber nicht will oder nichts von TK hält?

 

Ich respektiere den Wunsch des Menschen und setze mich nicht über ihn hinweg. An dem oben beschriebenen Fall mit dem Bernersennnenhund sieht man, dass man einiges über den Menschen erfahren kann, obwohl man mit dem Tier spricht. Ich habe die Pflicht, das Bestmögliche für Mensch und Tier zu tun, sobald man mich darum bittet. Ich biete dem Menschen auch durchaus meine Hilfe an, verurteile ihn aber nicht, wenn er sie ablehnt.

 

Wenn ich mit einem Tier kommuniziere und es teilt mir seine Probleme mit, möchte ich auch gern etwas gutes in Bezug auf seine Lebensumstände bewirken können. Das kann ich nicht, wenn der Mensch nicht bereit dazu ist. In solchen Fällen teile ich dem Tier mein Verständnis für seine Situation mit und erkläre ihm, warum ich nicht eingreifen kann. Ich danke ihm für die Arbeit, die es leistet, um seinen Menschen zu lehren und bitte die Engel um die beste Lösung für alle Beteiligten dieser Situation.

 

Was ist dein Wunsch in Bezug zur Tierkommunikation und der Gesellschaft?

 

Mein Wunsch ist es, dass die Kommunikation uns mit allem, was ist neu verbindet und wir wieder unsere Einheit spüren können. Und ich bin überzeugt, dass es eines Tages so kommen wird. Wir haben alle das Glück, an einer wunderbaren Strömung und einem Erwachen neuen Bewusstseins teilzuhaben. Ich genieße jede Sekunde davon.

 

Eine abschließende Message?

 

Ich möchte einfach gern danke sagen für die liebevoll ausgewählten Fragen! Es hat mir Freude gemacht, sie zu beantworten und Phoebe war so stolz, dass sie auch befragt wurde. Sie hat ganz sorgfältig überlegt und noch ein paarmal die Sätze verändert, bis sie ihr gefallen haben. So kenne ich sie gar nicht! Es ist schön, dass eure Website einen Treffpunkt darstellt, wo sich tierliebe Menschen austauschen können. Wie viele andere auch hat mich die Liebe zu den Tieren dieser Arbeit nahegebracht. Und ich gebe zu, zu denen gehört zu haben, die sich den Tieren näher fühlten als den Menschen. Je länger ich diese Arbeit nun mache und je mehr wunderbare Menschen und Tiere ich kennenlernen durfte, von denen viele meine Freunde wurden, desto sicherer weiß ich inzwischen: Ich liebe die Menschen genauso. Danke!