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Luchs

Kurs 5

Zu unserem letzten Kurstermin möchte ich Dir eine kleine Strukturhilfe mitgeben, um Deinem Tierfreund gezielt Fragen zu bestimmten Themen stellen zu können.
Ich wünsche Dir viel Freude und Verbindung damit!

Wirklich zuhören

Vorher:
Überlege Dir eine Situation, in der Du Deinen Freund in Tiergestalt besser verstehen möchtest. Das kann etwas wiederkehrendes sein oder aber in der Vergangenheit liegen.
Hier einige Beispiele:

  • Als Dein Tier bei Dir einzog
  • Als ein weiters Tier oder Mensch bei Euch einzog
  • Als Ihr umgezogen seid
  • Als Ihr Euch getroffen habt
  • Etwas, das Dein Tier gern tut
  • Etwas, vor dem das Tier Angst hat oder hatte
  • Eine Situation, die disharmonisch ist/ war
  • Dein Tier mal krank war/ein gesundheitliches Thema allgemein
  1. 5 Minuten: Nimm Verbindung auf. Sei einfach mit Deinem Tier. Spüre die Verbindung und die gegenseitige Wertschätzung. Und den Wunsch, einander tief zu verstehen.
  2. 5 Minuten: Bitte das Tier, Dir die Situation aus seiner Sicht zu zeigen. Wie fühlt es sich körperlich und emotional an? Wichtig ist, hier völlig wertfrei zuzuhören. Es geht noch nicht um Deinen Standpunkt. Nimm alles wertschätzend an.
  3. 10 Minuten: Nochmal die Sicht des Tieres auf die Situation. Diesmal aber mit dem Fokus auf Dich als Mensch. Wie nimmt es Dich in dem Moment wahr? Was wünscht es sich von Dir? Was findet es gut?

Optional im Fall von Situationen, die Ihr gern verbessern oder rückwirkend harmonisieren möchtet:

  1. 5 Minuten: Beschreibe dem Tier die Situation aus Deiner Sicht. Erkläre, wie es für Dich war oder ist und warum Du so handelst wie bisher. Ganz ohne Vorwurf, bleib bei Dir und Deinen Bedürfnissen. Wenn erforderlich, drücke Dein Bedauern aus, nicht anders damit umgegangen zu sein. Danke ihm fürs Zuhören.
  2. 10 Minuten: Entwickle mit dem Wissen der vorhergegangenen Sequenzen Ideen für ein harmonischeres Miteinander in der besagten Situation. Was kannst Du ändern, was könnte das Tier ändern? Bleib mit ihm in Verbindung, spüre hinein, ob Deine Idee für Deinen Tierfreund machbar ist, oder ob er noch etwas anderes braucht. Habt Ihr einen möglichen Weg, stellt ihn Euch einen Moment bewusst vor, so als wäre alles perfekt harmonisch. Spürt die Freude und die Leichtigkeit, die dadurch entsteht.

Notiere Dir während der einzelnen Sequenzen, was Du wahrgenommen hast.

Wichtig im Alltag danach: Bei den leichtesten Verbesserungen, auch auf die Gefahr hin, dass Du sie Dir eingebildet hast oder sie Zufall waren, DANKE Deinem Tierfreund. Drücke Deine Freude und Wertschätzung darüber aus, dass es sich darauf eingelassen hat, etwas zu verändern. Diese Übung kannst Du mit verschiedenen Situationen wiederholen. Und gern kannst Du auch die gleiche Situation noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt wieder besuchen – vielleicht hat sich etwas verändert? Oder vielleicht ist es so viel besser geworden, dass Du Vertrauen gefasst hast, noch einen weiteren Schritt zu gehen? Dein Tier wird es Dir sagen.