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Luchs

Kurs 4

Nach unserem vierten gemeinsamen Termin geht es nun darum, Deine Fähigkeiten zu festigen. Ich empfehle also, weiter in Gruppen mit Euren Tierfreunden zu üben. Aber vielleicht blockiert noch etwas? Vielen helfen die Übungen, die Du hier finden kannst, zu diesem Zeitpunkt besonders.

Den Kopf freikriegen

Setze Dich für 3 Minuten hin. Nicht länger. Nimm Dir als Intention vor, einen kurzen Moment Leere im Geist zu haben. Und dann lasse die Intention wieder los. Wenn ein Gedanke aufkommt, nimm ihn wahr und lasse ihn weiter ziehen. Atme. Der nächste Gedanke kommt bestimmt. Lass ihn fallen. Atme. Klappt es nicht mit dem Fallenlassen? Dann denke an einen Geruch oder einen Geschmack. Übertöne somit diesen unbewussten Gedanken mit einer bewussten Wahrnehmung. Atme. Mehr ist nicht zu tun.

Einklang und Stimmigkeit

Einer der Gründe, warum wir beim Empfangen und Senden telepathischer Botschaften blockiert sein können, ist ein stressiger Alltag. Wir sind darin häufig gezwungen, etwas anderes zu sagen, als wir denken. Oder wir müssen unseren Verstand für etwas bestimmtes einsetzen, obwohl wir gefühlsmäßig gerade ganz woanders sind. Diese innere Diskrepanz kann eine starke Disharmonie auslösen und es schwer machen, zur Ruhe zu kommen.
Von Zeit zu Zeit solltest Du also am Tag oder auch kurz vor dem Einschlafen in einer angenehmen Situation für ein paar Atemzüge innehalten und intensiv das fühlen, was Du gerade erlebst. Um das zu verstärken, kannst Du das Erlebte gedanklich oder auch verbal begleiten. Rieche zum Beispiele an einer Rose. Während Du intensiv den Duft aufnimmst, denke oder sage „Ich rieche an der Rose.“ Klingt komisch, trainiert aber Dein Nervensystem darauf, mehr und mehr zu erkennen, wenn Gefühl, Gedanken und Handeln übereinstimmen. Das wird dazu führen, dass sich die Botschaften, die Du empfängst, stärker anfühlen als Dein Grübeln, Deine Zweifel, Befürchtungen oder Ablenkungen.

Ein Gruß an ein Wildtier

Gehe hinaus in die Natur. Wenn Du einem Wildtier begegnest, rufe ihm sanft einen Gruß zu. Gern auch einen wertschätzenden Satz, wenn Dir danach ist. Und dann sei offen für das, was zurück kommt. Wiederhole diese kurze Übung mit mehreren Tieren. Dabei ist unwichtig, ob es sich um Insekten oder große Säugetiere handelt. Wichtig: Das Tier darf nicht zu einem Menschen gehören, sondern muss tatsächlich ein Wildtier sein. Auch keine Kuh oder ein Pferd auf der Weide, denn auch die gehören zu anderen Menschen.

Ein Gruß zum Einschlafen

Sagst Du Deinen Freunden in Tiergestalt „gute Nacht?“ Nun, falls ja, vertiefen wir das jetzt. Und falls nicht, wird es sowieso Zeit. Nach dem Zubettgehen, wenn Du Deine Augen schon geschlossen hast, sende Deinem Tier einen Gutenachtgruß. Auch, wenn es neben Dir im Zimmer schlummert. Gern darfst Du diesen so multidimensional wie möglich gestalten. Packe all Deine Liebe in diesen Gruß, wie einen herzhaften Gutenachtkuss. Denke kurz an sein seidiges Fell und die Art, wie Ihr Euch körperlich zur Nacht oder vor einer längeren Trennung verabschieden würdet. Sei offen für das, was zurück kommt. Glaube dem, was Du wahrnimmst – und schlafe in der Gewissheit ein, dass Ihr einander versteht und tief verbunden seid.

Ein Liebesbrief

Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, es Dir gemütlich zu machen. Schnapp Dir einen Stift und hole das gute Briefpapier heraus. Und nun schreib ein paar Zeilen an Deinen Tiergefährten.

Was liebst Du an ihm?
Wofür bist Du besonders dankbar?
Was ist Deine schönste Erinnerung an Eure Zeit?
Was für schöne Ideen hast Du noch für die Zukunft?

Ist der Brief fertig geschrieben, bist Du eingeladen, ihn Deinem Tier vorzulesen. Beende Deine Lesung gern mit einer Liebkosung und einer Leckerei, oder brecht auf zu einer gemeinsamen Unternehmung.
Du lebst mit mehr als einem Tier? Na, dann schreibe mehr als einen Brief! Du musst allerdings nicht alles hintereinander weg schreiben. Lass Dir Zeit und lasse das positive Gefühl dieser Übung sich ausbreiten.

Alte Blockaden auflösen

Glaubst Du, dass es Dinge gibt, die Dein Freund in Tiergestalt Dir übel nimmt?
Hast Du dich einmal oder mehrmals ihm gegenüber unfair verhalten?
Ist Dir etwas entgangen, was ihm wichtig war?

Sei gewiss, wir alle machen früher oder später etwas „falsch“ im Umgang mit unserem Tier. Das ist menschlich. Die damit oft einher gehenden Schuldgefühle können jedoch Deine Empfangsbereitschaft für seine Botschaften stark einschränken. Scham ist in unserem Geist meist lauter als eine zarte Botschaft. Also ist es wieder Zeit für einen Stift und das gute Briefpapier. Schreibe ein paar Sätze an Deinen Freund. Dabei musst Du nicht auf Knien um Verzeihung bitten. Schneide einfach kurz die Situation an, erkläre, was von Deiner Seite aus schief gelaufen ist und schreibe, dass es Dir leid tut. Lasse zu, dass sich ein Gefühl der Erleichterung einstellt nach dieser Übung. Du bildest Dir das nicht ein. Tiere leben viel mehr im Jetzt als wir Menschen, daher haben sie selten aufgestaute Wut. Aber Dir wird es helfen, Deine Schuldgefühle gehen zu lassen und Dein Tier wird sich tief verstanden und respektiert fühlen. Ein guter Ausgangspunkt für alles, was noch kommt. Beobachte, wie sich Eure Beziehung und das Verhalten des Tieres danach verändert.

Die Perspektive wechseln

Diese Übung sollte mindestens eine Viertelstunde dauern und darf nahezu unbegrenzt ausgedehnt werden. Folge Deinem Tier. Wortwörtlich.

Du hast eine Hund als Freund?
Dann lasse ihn (im sicheren Rahmen) bestimmen, wohin Ihr geht. Halte mit ihm an, wo immer er schnüffeln will. Schnüffle oder schaue selbst genau an, was er näher inspiziert hat.

Du lebst mit einer Katze?
Folge ihr eine Weile, drinnen oder draußen. Sei nah dran und erspüre, was sie spürt.

Gehört ein Pferd zu Dir?
Dann geh zu ihm auf den Paddock oder die Weide. Berühre es nicht, sondern bewege Dich mit ihm, mit der Herde. Hör genau hin und achte auf den Wind.

Notiere Dir nach der Übung, was Dir aufgefallen ist. Teile Deine Beobachtungen dem Tier.

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